NAS Eigenbau Teil 5: Openmediavault Grundeinstellungen

NAS Eigenbau Teil 5: Openmediavault Grundeinstellungen

Dieser Beitrag ist Teil 5 von 7 in der Artikelreihe NAS Eigenbau Leitfaden

In diesem Beitrag zeige ich dir die wesentlichen Einstellungen in Openmediavault. Von den grundlegenden Systemeinstellungen, über die Einrichtung von Freigaben bis hin zum Dateizugriff von PC und Mac.

Grundsätzlich sei gesagt, dass einige Einstellungen vorgenommen werden müssen. Sind diese jedoch einmal eingerichtet, funktioniert das System zuverlässig und reibungslos. Generell sind linuxbasierte Systeme sehr zuverlässig und im Betrieb weniger fehleranfällig als z. B. Windowssysteme.

Grundeinstellungen

Anmeldung

Melde dich zunächst an der Oberfläche an. Gebe dazu im Adressfeld eines Browsers die IP-Adresse deines NAS-Systems an. Wenn du diese nicht kennst, kannst du sie in deinem Router nachschauen. Daraufhin erscheint die Anmeldeseite (siehe unten). Melde dich mit den Standardbenutzerdaten und der Systemsprache Deutsch an.

Benutzer: admin
Passwort: openmediavault

Allgemeine Einstellungen

Wechsle als erstes links in „Allgemeine Einstellungen“ und dann in den Tab „Web Administrator Kennwort“. Hier solltest du als erstes ein neues Kennwort vergeben, mit dem du dich zukünftig an der Weboberfläche anmeldest. Das Standardpasswort ist allgemein bekannt und daher unsicher. Der Benutzername „admin“ kann hier nicht geändert werden.

Datum & Uhrzeit

Unter diesem Menüpunkt kannst du die Uhrzeit überprüfen und ggf. die Uhrzeit manuell nachstellen. Die Uhrzeit ist wichtig, wenn du zeitbasiertes Aufwecken nutzen möchtest, aber auch um Protokolleinträge richtig verstehen zu können. Du hast hier auch die Möglichkeit einen Zeitserver zu verwenden. Dadurch synchronisiert Openmediavault die Zeit automatisch. Ich habe hier z. B. meine Fritz!Box angegeben. Gebe dazu einfach die IP-Adresse in das Feld „Zeitserver“ ein und hake „NTP Zeitserver benutzen“ an.

Netzwerk

Wähle hier dein Netzwerkgerät aus und klicke auf den Button „Bearbeiten“. In dem erscheinenden Fenster scrolle nach ganz unten und aktiviere „Wake-On-LAN“. Damit ist es softwareseitig erst möglich, dass wir später diese Funktion nutzen können.

SSH (Remotezugriff)

Da die meisten Nutzer Bildschirm und Tastatur nicht dauerhaft am NAS angeschlossen haben, ist es sinnvoll einen Remote-Zugriff zu konfigurieren. OMV bringt hierfür eine SSH-Schnittstelle mit. Diese Findest du unter Dienste > SSH. Aktiviere diese Funktion und lege einen Port fest. Der Port 22 ist Standard für SSH und kann bedenkenlos verwendet werden. Über ein SSH-Programm kannst du dann auf die Kommandozeile deines NAS zugreifen und so Einstellungen vornehmen, die nicht über die Weboberfläche zugänglich sind. Dies ist ab und zu notwendig, da es unmöglich ist alle Einstellungen von Debian in einer Weboberfläche abzubilden.

In Putty musst du dazu nur die IP-Adresse deines NAS und die in OMV konfigurierte Portnummer angeben.

Benachrichtigungssystem

Es ist nicht notwendig aber durchaus empfehlenswert das Benachrichtigungssystem von OMV einzurichten und zu nutzen. Dieses benachrichtigt dich, wenn notwendig z. B. über Systemprobleme und Fehler der Festplatten. Dafür kannst du dir beim Anbieter deiner Wahl einen neuen Mailaccount anlegen und diesen dann für den Versand der Systemmails nutzen. Unter dem Reiter „Benachrichtigungen“ kannst du auswählen über welche Ereignisse du informiert werden möchtest.

Nachfolgend habe ich dir die Einstellungen von vier Anbieter aufgelistet. Falls diese nicht funktionieren, haben sie sich vermutlich geändert. Die richtigen SMTP-Einstellungen solltest du dann bei deinem Mailanbieter selbst nachschauen.

GMailMicrosoftGMXWEB.DE
SMTP Serversmtp.gmail.comsmtp-mail.outlook.com oder
smtp.office365.com
mail.gmx.netsmtp.web.de
SMTP Port587587465587
VerschlüsselungkeinekeineSSL/TLSSTARTTLS

Falls du „Authentifizierung erforderlich“ aktiviert hast, musst du unter Benutzername und Passwort deine Zugangsdaten für den Mailaccount angeben. Unter „Empfänger“ gibst du dann die primäre und falls gewünscht eine zweite Zieladresse ein, an die die Benachrichtigungen gesendet werden sollen.

Datenträger einbinden

Die wichtigste Konfiguration ist sicherlich die Einstellung der Datenfestplatten. Bisher läuft nur die Systemfestplatte. Damit Freigaben erstellt und Daten auf dem NAS gespeichert werden können, müssen die angeschlossenen Datenfestplatten noch konfiguriert werden.

RAID Verwaltung

Wie bereits erwähnt habe ich mich gegen ein RAID-System entschieden, da ich keinen Mehrwert in diesem System sehe und im Schadensfall immer ein RAID-System wiederherstellen muss, um an die Daten zu gelangen. Wenn du ein RAID anlegen willst, musst du unter „Datenspeicher > RAID Verwaltung“ deine Festplatten konfigurieren. Klicke dort auf „Erstellen“. In dem sich öffnenden Fenster kannst du einen Namen für dein RAID vergeben und das RAID-Level einstellen. Darunter kannst du die Festplatten auswählen, die du für das RAID-System nutzen willst. USB-Laufwerke werden hier nicht aufgelistet und können nicht für ein RAID genutzt werden.

Achtung: Alle Festplatten müssen unformatiert sein und dürfen kein Dateisystem besitzen.

Openmediavault unterstützt folgende RAID-Level.

RAID-LevelAnzahl
Festplatten
Beschreibung
RAID 0 (Stripe)2Bietet halbierte Datensicherheit und doppelte Geschwindigkeit. Die Daten werden auf beiden Festplatten geschrieben. Jede Festplatte hat dabei nur einen Teil der Daten gespeichert. Höhere Ausfallwahrscheinlichkeit.
RAID 1 (Mirror)2Kein Datenverlust bei Ausfall einer Festplatte (höchste Datensicherheit). Die Daten werden parallel auf beiden Festplatten gespeichert.
RAID 53Kein Datenverlust bei Ausfall einer Festplatte, schneller als RAID 1.
RAID 64Kein Datenverlust bei Ausfall von bis zu zwei Festplatten, schneller als RAID 1.
RAID 104Kombination aus RAID 1 und RAID 0. Die Daten werden immer auf 2 Festplatten parallel geschrieben und gleichzeitig auf die beiden anderen Festplatten gespiegelt.
JBOD (Linear)2Einfacher Festplattenverbund ohne Vorteile oder Nachteile.

Dateisysteme

Ich benutze diese Funktion jedoch nicht. Daher konfiguriere ich die Festplatten unter „Dateisysteme“. Dort werden dir alle angeschlossenen Festplatten aufgelistet. Die Systemfestplatte ist dabei die einzige, die ein Dateisystem aufweist. Dieses ist in der Regel ext4. Wähle jede Datenfestplatte nacheinander aus und klicke oben auf „Erstellen“. In dem sich öffnenden Dialog kannst du der Festplatte eine Bezeichnung geben und das Dateisystem für die Festplatten auswählen. OMV bietet folgende Dateisysteme an.

DateisystemBeschreibung
BTRFSModernes Dateisystem mit selbstständiger Prüfung der Datenintegrität und Fehlerkorrektur, ähnlich dem ZFS-Dateisystem. Allerdings nicht vollständig in OMV implementiert und daher noch nicht empfehlenswert.
EXT3Das ältere Linux Dateisystem (max. 32TB), das daher nicht mehr empfohlen werden kann.
EXT4Aktuelles Standard Linux Dateisystem. Dieses Dateisystem ist aktuell am empfehlenswertesten für ein privates NAS.
XFSSpezielles Unix Dateisystem mit Vor- und Nachteilen. Die Nutzung ist nur mit ausreichend Erfahrung zu empfehlen.
JFSSpezielles, sehr robustes Dateisystem. Allerdings nur für Sonderfälle sinnvoll einsetzbar.
ZFSOMV unterstützt dieses Dateisystem nicht von Haus aus, daher muss es nachinstalliert werden. Es ist ein BSD-Dateisystem, das ausgereift ist und eine hohe Datenintegrität besitzt. Unter Linux allerdings nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

Ich habe eine interne Datenfestplatte und eine externe USB 3.0 Festplatte für Backups angeschlossen. Beide Festplatten habe ich mit dem ext4-Dateisystem eingerichtet und mit „data“ bzw. „backupextern“ entsprechend bezeichnet. Nachdem das Dateisystem eingerichtet ist, sollte das in der entsprechende Spalte genau wie bei der Systemfestplatte eingetragen sein.

Zum Schluss musst du noch jede der neu formatierten Datenfestplatten auswählen und oben mit „Einbinden“ für das System verfügbar machen. Nur so können die Dienste wie die Festplattenüberwachung S.M.A.R.T oder SMB darauf zugreifen.

Die Spalte „Referenziert“ zeigt dir, ob die Festplatten von Diensten verwendet wird.

Festplattenüberwachung

Du solltest für alle Festplatten die Festplattenüberwachung aktivieren. Gehe dazu unter „Datenspeicher“ zu Punkt „Laufwerke“. Wähle nacheinander jede Festplatte aus, gehe auf Bearbeiten und aktiviere die Funktion S.M.A.R.T.

Freigaben erstellen

Freigegebene Ordner

Unter diesem Punkt kannst du die Ordnerstruktur auf deinem NAS wie gewünscht anlegen. Unter „Hinzufügen“ kannst du einen neuen Ordner anlegen. Vergib ihm dazu einen Namen und wähle unter „Gerät“ die Zielfestplatte aus. Alle Daten des Ordners werden später auf dieser Festplatte gespeichert.

Unter Pfad kannst du den relativen Speicherort angeben. Der Standardpfad hier ist „/Ordnername“. Hier kannst du den Namen des Ordners für die Anzeige auf den Endgeräten ändern, indem du den Pfadnamen anpasst. Die Nutzer bekommen immer den Ordner mit dem Namen des Pfades angezeigt. So kannst du den Ordner z. B. „data“ nennen und im Pfad den Namen durch „Daten“ ersetzen. Der Ordner wird für alle Benutzer später dann immer als „Daten“ angezeigt.

Ich habe hier im wesentlichen folgende Ordner angelegt:

  • Daten zur manuellen Ablage von Daten auf der internen Festplatte
  • TimeMachine als Zielordner für TimeMachine Backups auf der internen Festplatte
  • Backup als Speicherort für das Backup von Daten auf der externen Festplatte
  • TimeMachineBackup als Speicherort für das Backup der TimeMachine auf der externen Festplatte

Letzteres ist nicht unbedingt notwendig, da es sich bei der TimeMachine ja bereits um ein Backup des Mac handelt. Mit einem Backup der TimeMachine Daten wird daher eine doppelte Sicherung angelegt.

Zusätzlich habe ich noch ein paar Ordner zur gemeinsamen Nutzung mehrerer Benutzer auf Daten angelegt. Es ist natürlich auch möglich später Ordner über Windows oder Mac anzulegen. Diese werden in OMV dann aber nicht aufgelistet, sodass du auch keine Benutzerrechte vergeben kannst.

SMB/CIFS

Bei SMB (auch SAMBA genannt) handelt es sich um ein Netzwerkprotokoll, der den Zugriff auf unseren NAS-Server erlaubt. Erst dadurch wird es möglich, dass die angelegten Ordner auf dem NAS im Heimnetzwerk auch zugänglich gemacht werden. Für Windows, Linux und Windowsnutzer im Heimnetzwerk kannst du SMB-Freigaben erstellen. Die Freigaben werden später z. B. als Netzlaufwerk eingebunden.

Gehe bei SMB/CIFS auf den Reiter „Freigaben“ und lege mit „Hinzufügen“ deine benötigten Freigaben an. In dem sich öffnenden Menü wählst du oben als erstes den Ordner aus, den du im Netzwerk zur Verfügung stellen möchtest. Meine Einstellungen kannst du dem Screenshot entnehmen. Sie entsprechen den Voreinstellungen. Beachte bei der Freigabe, dass Unterordner ebenfalls freigegeben werden. Befindet sich also in deinem Ordner „Daten“ ein Unterordner „Drucken“ wird dieser ebenfalls für alle sichtbar im Netzwerk angezeigt. Es ist daher sinnvoll eine einzige Freigabe zu erstellen, die alle Nutzer einbinden können und die Zugriffe auf die Unterordner mit den zugehörigen Benutzerrechten zu steuern.

Wenn du für Mac die TimeMachine nutzen möchtest, solltest du eine gesonderte Freigabe erstellen und dann in den Einstellungen die „Time Machine Unterstüztung“ aktivieren (siehe Screenshot). Nur mit dieser Einstellung wird die Freigabe für die TimeMachine unter macOS sichtbar.

Benutzer

Als nächstes legen wir Benutzer an. Für jede Person, die das NAS nutzt, sollte ein separater Nutzer angelegt werden. Mit diesen werden die SMB-Verbindungen hergestellt und authentifiziert. Klicke dazu oben auf „+ Hinzufügen“. Im expandierenden Fenster trägst du einen Namen sowie ein Passwort ein. Unter „Gruppen“ kannst du die Nutzer bei Bedarf zu weiteren Gruppen hinzufügen. Das ist meistens aber nicht notwendig.

Solltest du bei einem Mac die TimeMachine in Verbindung mit dem NAS nutzen wollen, kannst du an dieser Stelle einen separaten Nutzer nur für die TimeMachine nutzen. Ich habe ihn daher auch einfach „TimeMachine“ genannt.

Nachdem du alle Benutzer angelegt hast, kannst du für jeden Benutzer die Zugriffsrechte setzen. Wähle dazu den jeweiligen Benutzer aus und gehe oben auf „Privilegien“. Hier kannst du jetzt definieren, ob der Benutzer auf eine Freigabe Vollzugriff (Lesen/Schreiben) hat, die Inhalte nur Lesen darf oder gar keinen Zugriff bekommt.

Anschließend wechselst du in den Reiter „Einstellungen“ und aktivierst das Heimatverzeichnis für die Benutzer. Unter Speicherort definierst du die Freigabe, wo das Heimatverzeichnis angelegt werden soll.

Das Heimatverzeichnis ist ein Ordner mit dem Namen des Benutzers, auf das nur der Benutzer selbst Zugriff hat. Ein solches Verzeichnis kannst du als Administrator natürlich für jeden Benutzer auch selbst definieren. Auf diese Verzeichnisse könntest du dir jedoch als Administrator selbst Zugriffe setzen, ohne das die Nutzer das mitbekommen. Das Heimatverzeichnis verhindert den unberechtigten Zugriff auf die Dateien aller Nutzer und erspart dir zusätzlich ein paar Arbeitsschritte.

Speicherplatz begrenzen

Unter Dateisysteme ist es möglich für einzelne Nutzer den Speicherplatz zu begrenzen. So kann jedem Nutzer ein bestimmtes Speicherkontingent zur Verfügung gestellt werden, ohne dass du Gefahr läufst den gesamten Festplattenspeicher zur Verfügung zu stellen. Dies kann vor allem bei mehreren Nutzern sinnvoll sein und sie dazu zwingen nicht mehr benötigte Daten zu löschen.

Nützlich ist diese Funktion auf jeden Fall bei der Verwendung der TimeMachine unter Mac. Diese hat nämlich den großen Nachteil, dass sie immer den gesamten zur Verfügung stehenden Festplattenspeicher ausnutzt und erst dann anfängt selbstständig die älteste Sicherung zu löschen. Das führt dazu, dass die TimeMachine den gesamten Speicherplatz einer Festplatte im NAS füllen würde, wenn wir dies nicht unterbinden. Leider kann der zu benutzende Speicherplatz der TimeMachine clientseitig nicht begrenzt werden.

Hinweis
In vielen Tutorials und Foren wird als einzige Lösung für die Einrichtung des NAS als TimeMachine-Server die Erstellung einer gesonderten Partition vorgeschlagen. Die Partitionslösung ist natürlich auch möglich allerdings weniger flexibel, da die Speicherplatzgröße nachträglich nicht verändert werden kann. Daher bevorzuge ich die Lösung den Speicherplatz für den TimeMachine-Benutzer einzuschränken.

Daher wechseln wir zu „Dateisysteme“ und wählen die Festplatte aus, auf der die TimeMachine Backups ablegen soll und klicken auf „Quota“. Hier kannst du für jeden Benutzer den nutzbaren Speicherplatz einstellen. Ich stelle für den Benutzer TimeMachine die Speichergrenze auf 500 GB, was in meinem Fall sehr großzügig bemessen ist. Die Größe solltest du von der Festplattengröße deines Mac abhängig machen. Vergiss nicht in der Spalte „Einheit“ die richtige Einheit auszuwählen, da Megabyte voreingestellt ist.

Netzwerkzugriff

Die erstellten Freigaben müssen nun noch auf den Computern eingebunden werden, mit denen auf das NAS zugegriffen werden soll. Ich zeige hier die Einbindung unter Windows und Mac. Prinzipiell ist es auch möglich über mobile Endgeräte auf das NAS zuzugreifen. Da das jedoch häufig nicht benötigt wird, zeige ich das hier nicht im einzelnen. Nach dieser Einrichtung ist dein NAS grunsätzlich einsatzbereit und kann produktiv verwendet werden.

Windows

Ich zeige hier am Beispiel von Windows 10 wie ein Netzlaufwerk hinzugefügt wird. Das Vorgehen ist jedoch auch unter Windows 7 und 8 möglich.

Klicke im Explorer mit der rechten Maustaste auf „Dieser PC“ und wähle „Netzlaufwerk verbinden…“ aus. Dort wählt ihr zunächst aus welchen Laufwerksbuchstaben die NAS-Freigabe erhalten soll. Darunter gebt ihr unter Ordner die Freigabe nach folgendem Schema an:

\\IP-Adresse\Freigabe

Da ich meine Freigabe zur Dateiablage „Daten“ genannt habe, sieht das bei mir folgendermaßen aus.

\\192.168.178.39\Daten

Setze auch einen Haken bei „Verbindung bei Anmeldung wiederherstellen“. Das sorgt dafür, dass Windows das Netzlaufwerk selbstständig einbindet, sobald es verfügbar ist. Bestätigt eure Eingaben mit „Fertig stellen“, woraufhin Windows die Verbindung zum NAS aufbaut. Ihr werdet aufgefordert Zugangsdaten anzugeben. Gebt hier jetzt den oben angelegten Benutzernamen und das zugehörige Passwort an und vergesst nicht, die Anmeldeinformationen zu speichern. Andernfalls müsst ihr das Kennwort bei jedem Verbindungsaufbau erneut angeben.

Das Netzlaufwerk erscheint dann unterhalb der lokalen Festplatten unter dem Punkt „Netzwerkadressen“ und kann wie eine interne Festplatte genutzt werden. Das heißt ihr könnt Daten hin- und herkopieren wie ihr es möchtet. Ihr könnt außerdem Ordner anlegen und daher alles nach euren Vorlieben sortieren.

Mac

Bei Mac wird das NAS im Finder links unter „Netzwerk“ aufgeführt. Wähle das Netzlaufwerk aus und wähle „Verbinden als…“. Wie im Bild unten dargestellt, musst du jetzt deine Anmeldedaten deines angelegten Benutzers angeben. Vergiss nicht, den Haken in „Passwort im Schlüsselbund sichern“ anzuwählen. Dadurch meldet sich der Mac in Zukunft automatisch am NAS an. Eventuell erscheint ein weiteres Auswahlfenster, in dem du die zuvor erstellte Freigabe von OMV auswählen musst.

Backup mit rsync

rsync ist ein Tool zur Ordner- und Dateisynchronisation zwischen einer Quelle (NAS) und einem Ziel (in unserem Fall einer USB-Festplatte). Entgegen anderer Backupprogramme werden die Daten nicht in Archive gepackt oder verschlüsselt. Das hat den Vorteil, dass im Fall des Ausfalls der internen Datenfestplatte durch eine Freigabe auf die Dateien des externen Sicherungsmediums direkt zugegriffen werden kann. Dadurch muss nicht auf den Tausch einer defekten Festplatte und die Wiederherstellung der Dateien gewartet werden.

Gehe zu rsync und drücke „Hinzufügen“. Wähle unter Quell-Freigabe die zu sichernde Freigabe aus. Unter Ziel-Freigabe den Ort, auf den du die Dateien sicherst möchtest. Beachte, dass du dafür eine Freigabe auf der externen Festplatte erstellen musst wie ich oben beschrieben habe.

Als nächstes stellst du die gewünschte Uhrzeit ein. Das Plugin legt im Hintergrund für jede Aufgabe einen eigenen Cronjob an. Ein * bedeutet immer, dass es zu jeder Zeit ausgeführt wird bzw. die Ausführung von dieser Zeitangabe unabhängig ist. Wenn du z. B. überall ein * einträgst wird das System jede Minute aufgeweckt. In meinem Fall wird alle 5 Tage um 6:15 Uhr unabhängig vom Wochentag oder Monat ein Backup durchgeführt.

Falls du das Benachrichtigungssystem konfiguriert hast, kannst du dich über den Erfolg des Backups per Mail benachrichtigen lassen.

Die Einstellungen darunter kannst du meistens bei den Voreinstellungen lassen. Wichtig ist die letzte Einstellung: „Lösche Dateien beim Empfänger, die beim Sender nicht existieren“. Diese Einstellung solltest du insbesondere bei der Freigabe der TimeMachine aktivieren. Sie bewirkt, dass alte TimeMachine Backups auch wieder vom externen Sicherungsmedium gelöscht werden. Andernfalls wächst das Backup auf der externen Festplatte immer weiter an, obwohl alte Backups auf der internen Festplatte nach Erreichen der eingestellten Speichergrenze gelöscht werden.

Nun ist dein NAS konfiguriert, sodass du es einsetzen kannst. Im nächsten Artikel zeige ich weitere Einstellungsmöglichkeiten, die du über Plugins erzielen kannst. Damit kannst du dann eine höhere Energieeinsparung erreichen.

Protokolle

Um Probleme einzugrenzen eignen sich die umfangreiche Protokolle von OMV und dessen Plugins. Diese findest du alle unter „Systemprotokolle“. Im Dropdown Menü oben kannst du auswählen, welches Protokoll du dir anschauen möchtest.

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7 Comments

  1. OMV auf Raspi 3
    angeschlossen
    1. USB-Festplatte
    2. USB Stick
    Bei Laufwerke erscheint nur 1. USB-Festplatte
    Bei Dateisysteme:
    1.USB-Festplatte – Online
    2.USB-Stick – Missing
    Bei Freigegebene Ordner ist 1. und 2. ok
    Auf die Dateien z.B. unter Win10 kann ich problemlos auf 1. und 2. zu greifen.
    Was ist hier los ?

    • Hallo
      Kannst du auf den USB-Stick denn über die Kommandozeile unter Debian erreichen? Wenn ja, dann scheint OMV den Stick nicht nutzen zu können.
      Generell funktionieren USB-Sticks zumindest nicht mit RAID, ansonsten sollten sie jedoch nutzbar sein. Allerdings sind USB-Sticks nicht besonders empfehlenswert, da sie schneller ausfallen können als Festplatten.
      Ansonsten kann ich aus der Ferne nicht sagen, was bei dir nicht funktioniert.

      Beste Grüße

  2. Super Doku!
    Erst jetzt habe ich kapiert, wie man Berechtigungen vergibt und die OMV-User von Windows aus mit „Netzwerk-Verbinden“ richtig anmeldet.
    Danke, slucki.

  3. Toll toll eine sehr gute Anleitung!
    WebDav bekomme ich nicht hin, um das NAS in der FritzBox ein zu binden.Kann jemand bitte helfen ?

    • Hallo
      Ich glaube ich habe nicht ganz verstanden, was du erreichen möchtest. Weshalb willst du das NAS in der Fritzbox einbinden? Wenn das NAS im Netzwerk verfügbar ist, brauchst du es ja nicht noch in das FritzNas einzubinden, oder?
      Beste Grüße, Philipp

  4. Tolle Anleitung. Bei mir kann man nach einhängen und Referenzierung der Dateisysteme die Quota nicht mehr anpassen. Alle Buttons sind ausgegraut.

    Ist das so, oder läuft da bei mir was schief?

    • Hallo Michael
      Es sollte möglich sein, die Quota bei den Datenfestplatten auch nach Einhängen anzupassen. Bei mir ist das zumindest möglich. Es ist jedoch nicht möglich die Quota bei den Systempartitionen anzupassen. Das lässt Debian nämlich nicht zu.
      Gruß Philipp

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Über Mich

Mein Name ist Philipp und ich beschäftige mich gerne mit Homeprojekten im Hardware- und Softwarebereich. Ich stelle dabei immer wieder fest, dass es im Internet viele unvollständige  Tutorials gibt. Daher bin ich dazu übergegangen, meine Projekte in eigenen Anleitungen festzuhalten. Diese werde ich hier möglichst verständlich und mit dem nötigen Hintergrundwissen aufbereiten. Vielleicht kann ich dabei den entscheidenden Hinweis liefern, der in vielen anderen Tutorials fehlt.

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