Smartphones ohne Google

Smartphones ohne Google

Smartphones haben weltweit im Alltag eine große Bedeutung gewonnen. Sie sind technische Multitalente und ermöglichen es uns mit einen Internetzugang, Online-Banking, den Zugang zu allen Social-Media Plattformen, E-Mails, Buchung von Veranstaltungen und mit vielen weiteren Apps und Diensten die Verwaltung und Nutzung unserer digitalen Welt. Dabei fallen viele persönliche Daten an, die auf den Smartphones gespeichert werden. Hinzu kommen eine Vielzahl von Sensoren. Dazu gehören u. a. Umgebungslicht-, Näherungs-, Beschleunigungs- und Rotationssensor (Gyroskop), elektromagnetischer Sensor, digitaler Kompass (Magnetometer), Fingerabdruckscanner sowie Sensoren für die Standortbestimmung (GPS). Dazu kommen noch mehrere Kameras, mit denen Bilder in hochauflösender Qualität aufgenommen werden können. Leider teilen iOS sowie Android bzw. die betriebssystemeigenen Apps die anfallenden Daten mit Servern von Google und Apple. Dadurch gibt es praktisch keine Privatsphäre und keinen Datenschutz auf Smartphones. Es ist jedoch möglich sich zumindest teilweise vor den Datenkraken zu schützen. Dazu können z. B. gute Open Source Apps genutzt werden, die nicht in der Hand von großen Unternehmen liegen.

Android und iOS: Google vs. Apple

Der Smartphonemarkt teilt sich softwareseitig fast vollständig zwischen Googles Android und Apples iOS auf. Damit gibt es im Wesentlichen also nur die Wahl zwischen zwei Systemen. Die beiden Unternehmen verfolgen zwei unterschiedliche Konzepte, die jeweils verschiedene Vor- und Nachteile haben. Aus diesem Grund haben beide Betriebssysteme ihre Anhängerschaft.

Einer der größten Unterschiede liegt in der Vermarktung. Apple vertreibt iOS (ebenso macOS) ausschließlich auf eigener Hardware. Dadurch kann Apple ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen Hard- und Software sicherstellen und die Software auf die Hardware gezielt anpassen. Da die gesamte Entwicklung von iPhones aus einer Hand geschieht, können Fehler schneller behoben und kritische Updates zeitnah nachgereicht werden. Apple hat also die vollständige Kontrolle über das iPhone.

Google lizenziert Android an Hardwarehersteller, sodass nicht Googles eigene Geräte das Betriebssystem nutzen können. Smartphones von z. B. Samsung, Huawei und Sony (sowie von allen weiteren Herstellern – die Liste ist sehr lang) nutzen daher Googles Android als Betriebssystem. Jeder Hersteller verpasst der Androidbasis jedoch eigene Funktionen und ein eigenes Aussehen (sogenannte Original Equipment Manufacturer, kurz OEM), um sich von der Konkurrenz abzuheben. Außerdem installieren fast alle Hersteller eigene Apps und Anwendungen von Partnern (sogenannte Bloatware), die sich häufig nicht richtig löschen lassen. Nachteilig an dieser Vermarktung ist, dass Androidupdates von Google nur sehr verzögert auf den Endgeräten der Kunden ankommen, da die Smartphonehersteller diese erst in ihr Androidsystem einbauen müssen. Updates gelangen also nicht direkt von Google an die Endkunden, sondern gelangen nur über den Umweg der Hardwarehersteller wie Samsung oder Huawei auf den Smartphones. Google hat hier also nicht die volle Kontrolle so wie Apple, weshalb auch manche Androidphones bessere und manche schlechtere Performance haben.

Hinsichtlich des Datenschutzes und der Privatsphäre muss ein iPhone-Nutzer dem Unternehmen Apple ein großes Vertrauen entgegenbringen. Da Apple ein abgeschlossenes System anbietet ist fast ausschließlich die Installation von Apps aus dem eigenen AppStore möglich ist. Des weiteren setzt Apple einen icloud Account zur Nutzung eines iPhones voraus. Die Kontrolle von Apple über die angebotenen Apps ist so stark, dass Entwickler strenge Richtlinien einhalten müssen, wenn sie eine App für iPhones anbieten wollen. In diesem Zusammenhang kommen immer wieder Zensurvorwürfe gegen Apple auf, da das Unternehmen regelmäßig Apps aus dem AppStore löscht. Nachteilig für die iPhone-Nutzer ist außerdem, dass kostenpflichtige Apps fast immer teurer sind als die gleichen Apps für Android. Der Grund dafür ist, dass Applenutzer aufgrund der hohen Preise von iPhones als „wohlhabender“ angesehen werden, die sich den Luxus eines Statussymbol wie einem iPhone gerne leisten. Das geht sogar so weit, dass Preise im Internet z. B. in Urlaubsportalen für iPhone-Nutzer häufig teurer sind als für alle anderen Interessenten [siehe Link]. Auf der anderen Seite beteuert Apple immer wieder, dass sie einen hohen Datenschutzstandard verfolgen. Überprüfen kann man das allerdings nicht und so bleibt lediglich das Vertrauen gegenüber dem wertvollsten Multi Milliarden Dollarkonzern der Welt. Dennoch muss man immerhin berücksichtigen, dass Apple anders als Google sein Geld nicht mit Werbung und dem Verkauf von Nutzerdaten verdient, sondern mit dem Verkauf von Produkten. Daher hat der Konzern zumindest bisher keine monetären Interessen an den Nutzerdaten. Dennoch senden Applegeräte nachweislich sehr viele Daten an Apples Server. Mit iPhones sind die Nutzer also sehr eng an Apple gebunden und haben für viele Dienste keine praktikable Alternative.

Google hingegen verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung auf Basis der Nutzerdaten, die der Konzern mit all seinen Diensten zu umfangreichen Nutzerprofilen zusammenführt [siehe Link]. Gerade mit der Smartphonenutzung fallen daher große und aussagekräftige Daten an, die Android an die Google-Server sendet. Doch da Android kein abgeschlossenes Ökosystem ist, können Apps auch ohne den Google PlayStore installiert werden. Es gibt daher alternative Appstores und eine große Open Source Community. Außerdem kann jedes Androidphone ohne einen Google-Account genutzt werden. Zudem gibt es einige googlefreie Android Derivate (Custom ROMs), durch die sich Androidnutzer von Google vollständig entkoppeln können.

Mit Android ist es daher zumindest theoretisch möglich ohne den Googlekonzern auszukommen. Das funktioniert bei iOS leider nicht. Um jedoch einen höheren Datenschutzstandard in Android zu erhalten, muss man sich mit der Thematik beschäftigen – denn Google und die Smartphonehersteller machen es den Nutzern aus nachvollziehbaren Gründen dabei nicht leicht. Im Folgenden möchte ich daher einige Wege zeigen, wie du dich zumindest teilweise von Google und der Hersteller-Bloatware lösen kannst und so mehr Privatsphäre auf deinem Androidphone erhältst. Wenn du dich von den Googlefunktionen lösen möchtest, musst du natürlich einige alternative Apps installieren, die bestenfalls einen hohen Datenschutz beachten. Open Source Anwendungen können hier eine sehr gute – meistens sogar die beste – Alternative sein.

Was ist eigentlich Open Source?

Als Open Source wird Software bezeichnet, deren Quelltext öffentlich einsehbar ist. Häufig ist Open Source Software daher auch vollkommen kostenlos. Eine Definition von Open Source findest du auf Wikipedia [Link]. Unternehmen, deren Geschäft auf Software beruht, stellen ihren Quellcode jedoch häufig nicht zur Verfügung um einen Wettbewerbsvorteil zu haben oder im Fall von Smartphoneanwendungen von z. B. Google, um nicht offenzulegen, welche Daten mit hauseigenen Servern geteilt werden. Open Source Quellcode kann also von unabhängigen Entwicklern und Interessierten eingesehen und überprüft werden. Dadurch schauen prinzipiell viele verschiedene Augen auf die Software und können so Sicherheitsschwachstellen finden. Anwendungen, die ihre Nutzer ausspionieren, können so relativ schnell identifiziert werden.

Aber Open Source Software hat noch eine ganz andere Seite: Wer Software frei zur Verfügung stellt, hat in der Regel kein monetäres Interesse an dem Quellcode und folgt so meistens keinem Profitstreben. Des Weiteren zeigen Entwickler, die Open Source Code anbieten, dass sie nichts zu verbergen haben und die Anwendungen vermutlich keine Hintertüren oder sonstige fragwürdigen versteckte Funktionen haben wie Datenspionage usw., da diese Schwachstellen früher oder später von anderen Entwicklern gefunden werden. Open Source Entwickler haben daher grundsätzlich eher wenig Interesse daran, Nutzerdaten zu sammeln. Aus diesen Gründen kann Open Source Software ein guter Beitrag für eine möglichst hohe Privatsphäre und einen guten Datenschutz im digitalen Raum sein.

Die Google Apps hingegen sammeln viele Informationen über die Nutzer. Was genau und wie viele Daten tatsächlich an Server von Google gesendet werden, ist schwer zu sagen, da eben der Quellcode nicht offen einsehbar ist. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass jede Software von großen Internetkonzernen wie Google, Facebook und Microsoft Daten sammeln und mit den Mutterkonzernen teilen. Denn immerhin verdienen diese Unternehmen teilweise (Microsoft) oder sogar nahezu größtenteils (Google) ihr Geld mit dem gezielten Ausspielen von Werbung, was ohne die Daten der Nutzerprofile nicht möglich wäre.

Android und Open Source

Das Android Open Source Project (AOSP) existiert seit 2007 und bildet die Grundlage für alle Androidvarianten auf dem Markt. Das Android, dass von allen Herstellern angeboten wird, hat jedoch nur bedingt was mit diesem Projekt zu tun. Es stimmt nur bedingt, dass alle Funktionen Open Source sind. Google stellt Android zwar den Hardwareherstellern zur Verfügung und diese haben dann auch Zugriff auf den Quellcode und können (wie oben bereits erwähnt) das System an ihre eigene Hardware und Vorstellungen anpassen, doch betrifft dies nur die Basis von Android. Einen großen Teil von Android machen inzwischen die Google Apps (auch GApps genannt) aus. Diese sind auf allen Androidphones vorinstalliert. Dabei handelt es sich um Apps, die fast jeder in der Androidwelt kennt, unter anderem: Google Maps, GMail, Youtube, Google Docs, Google Photos, Google Drive, Gboard (Google Keyboard) und viele weitere. Diese Apps sind auf jedem Androidphone vorinstalliert und können auch nicht ohne Weiteres gelöscht werden. Das Besondere ist, dass es sich dabei nicht um Open Source handelt. Aus diesem Grund ist Android nicht vollständig Open Source. Die Google Apps können auch nur mit einem Google Account genutzt werden, wodurch alles, was du mit diesen Apps machst, auf Google Servern gespeichert und deinem Account und damit auch (Werbe-) Profil zugeordnet wird. Die Nutzer werden dadurch stark an den Google Account und an das Unternehmen gebunden.

Im Folgenden zeige ich daher ein paar Möglichkeiten auf, wie du deine Abhängigkeit von den Google Diensten zumindest reduzieren und wie du dein Androidphone ohne Google Account nutzen kannst.

Möglichkeit 1: Das richtige Smartphone kaufen

Der einfachste und auch „sauberste“ Weg ist, sich ein Smartphone zu kaufen, dass ein Google-freies Android einsetzt oder ganz auf Android verzichtet. Damit ist dein Smartphone dann vollständig von Googlediensten entkoppelt.

Fairphone mit e/OS/ (googlefreies Android) [Link]

e/OS/ ist ein vollständig googlefreies Androidbetriebssystem. Die Entwickler haben allen Code, der von Googlediensten abhängig ist durch Alternativen ersetzt. Zudem ist es komplett quelloffen, also Open Source. Im Onlineshop lässt sich vor allem das Fairphone mit diesem Betriebssystem kaufen. Es gibt allerdings auch einige Samsung-Galaxy-Modelle, die angeboten werden. Die Entwickler versprechen, dass die meisten Androidapps, die keine Googledienste benötigen, funktionieren sollen. Mit dem Kauf eines Fairphone unterstützt du außerdem eine nachhaltigere Smartphonewirtschaft, da fast alle Bauteile einzeln zu fairen Preisen ausgetauscht werden können. Dadurch ist eine lange Lebenszeit des Smartphones garantiert.

Volla Phone mit Volla OS oder Ubuntu Touch (googlefreies Android oder Linux) [Link]

Eine weitere Alternative ist das Volla Phone. Dabei handelt es sich um ein Smartphone aus Deutschland, dass entweder Volla OS oder mit Ubuntu Touch bestellt werden kann. Bei Volla OS handelt es sich um ein auf dem Android Open Source Project basierten Betriebssystem, wodurch die Mehrzahl der Androidapps installiert und benutzt werden können.

Ubuntu Touch hingegen ist keine Eigenentwicklung des Anbieters. Dabei handelt es sich um ein mobiles Linuxbetriebssystem. Auf diesem können nur für Linux portierte bzw. entwickelte Apps genutzt werden. Daher ist die Anzahl der verwendbaren Apps im Vergleich zu androidbasierten Betriebssystemen stark eingeschränkt. Wer sich jedoch von Google lösen möchte und im Smartphone vor allem ein Arbeits- und Kommunikationsgerät sieht, für den ist Ubuntu Touch sicher einen Blick wert. Nutzer, die schon Erfahrung mit der Linuxwelt haben, werden sich mit Ubuntu Touch schnell zurecht finden. Andere Benutzer benötigen wahrscheinlich eine gewisse Eingewöhnungszeit.

Beide Betriebssysteme wurden mit dem Ziel einer hohen Privatsphäre entwickelt und sind unter diesem Gesichtspunkt sehr empfehlenswert.

PinePhone (Linux) [Link]

Das PinePhone richtet sich eher an technikaffine Benutzer, die sich in der Open Source Welt zu Hause fühlen und keine Berührungsängste mit Linux haben. Es wurde mit dem Ziel entwickelt, dass Betriebssysteme frei installiert werden können – genau wie an einem normalen Computer. Die Entwickler setzen auch bei der Hardware soweit möglich auf Open Source Komponenten und Treiber. Das Smartphone kommt mit einem Linux Betriebssystem. Auch hier gilt, dass Androidapps in der Regel nicht funktionieren werden und Nutzer auf Linuxapps setzen müssen.

Librem 5 mit PureOS (Linux) [Link]

Das Librem 5 mit dem eigens entwickelten PureOS richtet sich an Anwender, die ein hohes Sicherheitsbedürfnis haben und einen guten Datenschutz schätzen. Die Zielgruppe sind Journalisten und politische Aktivisten. Hinter der Entwicklung steckt die Firma Purism aus den USA. PureOS setzt auf die Linuxdistribution Debian auf, weshalb auf dem Librem 5 ebenfalls keine Androidapps funktionieren. Auch hier müssen linuxeigene Anwendungen installiert und genutzt werden.

Da linuxbasierte mobile Betriebssysteme noch vergleichbar jung sind, entwickeln sich vermutlich in den nächsten Jahren jedoch ein größeres Angebot an mobilen Anwendungen.

Möglichkeit 2: Googlefreies Android selbst installieren

Ein googlefreies Smartphone zu kaufen hat jedoch den Nachteil einer sehr geringen Auswahl an Geräten. Zudem ist die Hardware leistungstechnisch eher im unteren Mittelfeld. Viele Nutzer wird das (leider) bereits abschrecken. Daher ist es auch möglich ein googlefreies Android auf einem „herkömmlichen“ Androidphone zu installieren. Allerdings gibt es auch hierbei den Nachteil, dass nur eine begrenze Anzahl an Geräten unterstützt werden. Zudem werden häufig nicht die neusten Smartphones unterstützt, da die Betriebssysteme aufwendig an die neue Hardware angepasst werden müssen.

Allen folgenden Projekte gemein ist, dass die in Android integrierten Google Services, wie z. B. der Google Play Service durch alternative Dienste ersetzt wurden. Bspw. bietet Mozilla einen Ersatz für den Google Play Service an. Die ganzen Services und Dienste sorgen dafür, dass die mobile Internetverbindung und der Netzempfang sowie weitere Dienste genutzt werden können. Das macht die Entwicklung solcher Projekte sehr aufwendig, weshalb es gar nicht so viele Alternativen zum klassischen Android gibt wie man vielleicht denken könnte.

LineageOS [Download][Anleitung]

Das bekannteste Projekt ist sicherlich LineageOS. Es unterstützt die größte Anzahl an Geräten und das System ist vom kommerziellen Android kaum zu unterscheiden. Die installierten Apps sind Open Source und spionieren die Nutzer nicht aus. Auf die bekannten Google Dienste wird grundsätzlich verzichtet, durch die Installation von microG können jedoch nachgebildete Google Dienste installiert werden, um auch die Android Apps zu nutzen, die auf die Google-Dienste nicht verzichten können. Alle unterstützten Geräte und den jeweiligen Download findest du hier im oben genannten Downloadlink.

GrapheneOS [Download][Anleitung]

Ein weniger bekanntes Projekt ist GrapheneOS, das sich jedoch eher an Puristen unter den Androidnutzern richtet. Unterstützt werden hier – ironischerweise – nur die Google Pixel Smartphones. Damit hat man zwar so gut wie keine Auswahl, ist technisch jedoch wenn gewünscht auf der Höhe der Zeit. GrapheneOS wurde mit dem Ziel hoher Privatsphäre und Datensicherheit entwickelt. Daher wird bei diesem Projekt ebenfalls auf die Googledienste verzichtet, anders als bei LineageOS kann hier jedoch auch kein microG nachinstalliert werden. Dadurch sind viele Androidapps nicht nutzbar. Aus diesem Grund richtet sich dieses System eher an technisch interessierte und fortgeschrittene Nutzer.

CalyxOS [Download][Anleitung]

CalyxOS ist vergleichbar mit GrapheneOS. Es unterstützt ebenfalls nur die Google Pixel Geräte und setzt auf die Entkopplung von allen Googlediensten und damit auf Datenschutz und Sicherheit. Im Unterschied zu GrapheneOS können in CalyxOS die microG Dienste installiert werden, wodurch den Nutzern mehr Freiheiten bei der Appnutzung ermöglicht werden. Außerdem werden dem Nutzer bei der Installation angeboten weitere datenschutzfreundliche Apps wie der Messenger Signal angeboten. Ebenso ist der Open Source Appstore F-Droid vorinstalliert. Das System richtet sich daher auch an Anfänger. Dennoch sollte man bei der Installation eine gewisse Technikaffinität mitbringen.

Möglichkeit 3: Apps deaktivieren und Google Konto entfernen

Die oben genannten Möglichkeiten haben leider die Einschränkung, dass bestimmte Smartphones gekauft werden müssen, um von Google unabhängig zu werden. Daran kann man bereits erkennen, welche Marktmacht dieser Konzern hat (ebenso natürlich auch Apple).

Eine andere Möglichkeit ist zumindest die vorinstallierten Apps von Google und der Smartphonehersteller zu deaktivieren. Dies hat den Vorteil, dass es auf jedem Androidphone durchführbar ist, sodass nicht auf das Lieblingssmartphone verzichtet werden muss. Allerdings lässt sich so Google nicht wirklich vollständig von Android verbannen, da die Dienste tief in das Betriebssystem integriert sind. Bspw. können die Google Play Services nicht deaktiviert werden, da sie für den Betrieb von kommerziellen Androidversionen notwendig sind. Außerdem verschwinden die App Symbole nicht vom Homescreen. Du kannst jedoch einen Ordner erstellen und alle deaktivierten Apps dort sammeln, damit sie keinen weiteren Platz wegnehmen.

Wie du Apps in Android deaktivierst, kannst du in einem separaten Beitrag nachlesen [Link]. Die Deaktivierung von Apps ist sehr einfach und für jeden innerhalb weniger Minuten umsetzbar.

Möglichkeit 4: Apps löschen

Eine „schönere“ Lösung ist das Löschen der datenschutzbedenklichen Apps. Diese Methode hat den Vorteil, dass die App Verknüpfungen ebenfalls verschwinden. Die Apps werden so aus dem Betriebssystem deinstalliert. Die Umsetzung ist etwas aufwendiger und erfordert eine USB Verbindung zu einem Computer und ein paar wenige Kommandozeilenbefehle.

Wie du Apps löschst kannst du in einem separaten Beitrag nachlesen [Link].

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